Fast unbemerkt und leise absolvierte Ben Stadler vom RC Germania Weißenburg die abendlichen Rennen auf der Radrennbahn in Augsburg. Der RSG Augsburg hat den luxuriösen Vorteil ein Velodrom in einer trockenen Halle ganzjährig nutzen zu können. Die schnelle, holzbeplankte Bahn wird zu Training und Wettkampf gerne genutzt. Von April bis September messen sich an acht Rennen die Bahnspezialisten in verschiedenen Disziplinen. Die Brauerei Rapp tritt als Hauptsponsor und Namensgeber auf. Ben Stadler trat an fünf der acht Rennen an.
Bahnräder sind sehr spezielle Maschinen, die ersten Meter sind auch für ambitionierte Rennradfahrer zunächst gewöhnungsbedürftig. Ein Bahnrad hat keine Schaltung und keinen Freilauf, theoretisch könnte man damit sogar rückwärtsfahren. Der große Schock zu Beginn: Bremsen existieren nicht, zum Verzögern kann man nur langsam ausrollen. Anders würde der Sport auch nicht funktionieren, Bremsmanöver würden im dichten schnellen Feld auf der Bahn unvermeidlich zu Kollisionen führen.
Zusätzlich zum Rapp-Cup wurden am Vatertag, den 29.Mai, die Bayerischen Meisterschaften im Omnium der Klassen U11m/w bis U19 m/w bis zur Elite ausgetragen. Das Omnium – ein Mehrkampf aus mehreren Bahndisziplinen – forderte die Teilnehmenden mit Taktik, Tempo und Ausdauer. Auf dem Programm standen je nach Altersklasse Disziplinen wie Temporennen, Scratch, Ausscheidungsfahren und Punktefahren. Ben Stadler machte hier eindeutig alles klar: er gewann alle vier Disziplinen und trägt seitdem den Titel Bayrischer Meister.
Auch den Brauerei-Rapp-Cup konnte Ben Stadler mit dem größtmöglichen Erfolg krönen. Er gewann alle fünf Rennen, an denen er teilnahm und sicherte sich deutlich den Gesamtsieg. Ben und die (Rad)Bahn sind wohl weiterhin beste Freunde.
